Mittwoch, 15. März 2017

Gerät die Welt aus den Fugen?



Das tat sie wohl schon immer, es wird nur immer sichtbarer.
Die Gesellschaft, daraufhin deuten alle Zeichen, will Veränderung, besser noch eine Befreiung aus dem politischen und wirtschaftlichen Establishment.
Doch, sind wir durch den Ereignissen und deren Ausmaß überfordert und auf dem besten Weg unsere erkämpfte Freiheit zu verlieren? Und am Ende zerstören wir uns, aus lauter Wut, Protest und Desinformation, noch selbst.
Viele Historiker behaupten, dass wir uns in einem „Kulturkampf“ befinden mit einem der ernsthaftesten Angriffe auf die Demokratie seit Stalin und Hitler.


Tatsache ist, dass sich die Welt verändern wird, nicht nur durch sondern wegen der Globalisierung. Die Gegner der Globalisierung und dem Establishment, der sog. „ELITE“, sind die Verlierer einer neokapitalistischen Gesellschaft, in der die Macht der freien Märkte über das Recht der freien Mitbestimmung und deren kulturellen Abgrenzung nach außen steht..Wer also den Markt beherrscht kontrolliert und manipuliert auch die wirtschaftlichen und kulturellen Inhalte dieser Gesellschaft.
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Der Neokapitalismus hat den Markt liberalisiert ohne das soziale Strukturen ihn noch beeinflussen können. Die Gesellschaft spaltet sich in Gewinner und Verliere
Während für viele Menschen die Rolltreppe des Wohlstandes stetig nach unten fährt, katapultieren sich die Superreichen in oft unvorstellbaren Wohlstand (Sie verwalten ihr Kapital in eigenen Investmentbüros, da die Banken mit soviel Privat-Kapital überfordert sind)
Das macht wütend und schreit nach Vergeltung.
Wenn die Politik nicht die Regeln und somit das System ändert ( z. B. durch mehr Kontrolle der Finanzmärkte, gerechtere Verteilung des Kapitals, soziale Verantwortung, sowie die Verhinderung von Kapital- und Steuerflucht durch einen neues Steuerrecht), werden rechtspopulistische Gruppierungen die demokratische Werte und Strukturen anprangern und demontieren.
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Haben wir immer mehr Angst die zukünftigen Verlierer zu sein?
Der Zorn und die Wut der Bürger über die Unkontrollierbarkeit dieser Machtstrukturen, in der Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden, treibt uns immer mehr zu einer undifferenzierten Ablehnung aller demokratischen Strukturen und dessen Eliten, ohne das eine gerechtere Alternative wirklich erkennbar ist. Stattdessen geht es den nationalistischen Protestlern immer gezielter um eine antidemokratische und antieuropäische Widerstand, dessen Ziel es ist, sich von einer etablierten politischen Macht zu befreien, indem sie mit einfachen Antworten, Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien, dem zornigen Bürger Feindbilder ein-suggerieren.
Verschwörungstheorien wie: Die Flüchtlinge überfluten unser Land und wollen unsere Kultur zerstören. Muslime sind Barbaren und Terroristen...... sind Hetzkampanien die in uns eine unspezifische Angst auslöst.
Es scheint so, dass immer mehr Bürger, diese populistischen Anprangerungen, ihr blindes vertrauen entgegenbringen. Es entsteht ein Zorn der nach einer Befreiung aus der Dunkelheit der Vergessenen in das Licht der Erneuerung verlangt.
  • Der Widerstand, gegen Menschen die in unser Land wollen und und um Hilfe bitten, formiert sich zu einer aggressiven Abwehrhaltung, die paranoide Züge in sich trägt.
  • Das Etablissement und deren Elite wird zum Feindbild unserer Gesellschaft erklärt.Sie ist Verantwortlich für sozialen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten in der westlichen Welt.
  • Die europäische Gemeinschaft und die Folgen der Globalisierung sind die modernen Ausbeuter unserer Gesellschaft.
  • Die Sicherheit als verdeckte Fremdenfeindlichkeit steht als oberste Priorität und durchbricht mit ihrer paranoiden Durchsetzung auch das Fundament der Menschenrechte.

Der sog. „Wutbürger“ glaubt, dass eine politische Ablösung der etablierten Parteien durch die rechtspopulistische Protestbewegung eine gerechtere Zukunft mit sich bringt.
Oder ist es mehr die Angst und die Sorge auf die neuen Herausforderungen in einer immer komplizierter werdende Welt, die ihm zu den einfachen Antworten der rechtspopulistischen Parteien treibt?

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Hatte Karl Marx doch recht, als er prognostizierte, dass die Ungleichheit, die der Kapitalismus erzeugt, eine Gesellschaft auf Dauer spaltet. Kommt es nicht zu einer gerechteren Umverteilung des Kapitals, kommt es zu einer Revolution der Arbeiterklasse und somit zu einer Selbstzerstörung unserer Gesellschaft.




Doch wer ist die Elite, die sich mit einer wachsenden Entfremdung von der Bevölkerung entfernt? Sind es die, die mehr besitzen, mehr wissen und mehr bestimmen, oder sind es immer nur die anderen die mal das und dann mal jenes schuld sind.
Am krassesten ist wohl der Widerspruch zwischen der Elitebekämpfung und der eigenen sozial-wirtschaftlichen Stellung von Donald Tramp und seinem Regierungs-Team, das zu großen Teil aus Milliardäre besteht.
Kann man nur diejenigen vertrauen die sich aus kleinen Verhältnissen hochgearbeitet haben. In diesem Sinne wäre Frank Walter Steinmeier und Martin Schultz wohl die verehrungswürdigsten Volksvertreter. (Einige Inhalte wurden aus der WZ „Die Zeit“ im Feuilleton vom 16.02.17 entnommen)

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Hat der Westen sich verzockt
oder liegt der Fehler im System?
Durch halbherzigen Wahl- Versprechungen der etablierten Parteien und Politiker, die mit ihren nebulösen Antworten, demokratischer Uneinigkeit und einem undurchsichtigen Verwaltungsapparat, ein Klima des Misstrauens erzeugt hat, entfernte sie sich immer mehr vom Bürger, der sich notgedrungen neue Leitlinien mit neuen Vorbildern schaffte. Auch wenn die populistischen Leitlinien unrealistische Ziele beinhalten, die am Ende wohl einer Selbstzerstörung gleich kommt. Steckt die beschworene Erneuerung eine neue Hoffnung, so diffus sie auch sein mag.



Die westliche Konsumgesellschaft hat mit ihren Verwaltungsapparat und deren Macht- und Aufgabenverteilung die Verantwortung für die Gesellschaft übernommen. Sie ent-zürnt den Bürger, indem er sich zurücklehnt und sich nur noch verbal empört, aber nicht mehr bereit ist aufzustehen und sich mit seiner Empörung für sein demokratischen Errungenschaften zu kämpfen.
Der intrigierte Bürger kämpft nicht für eine neue Zukunft sondern will nur noch seine Gegenwart verlängern.
Wenn wir nicht unsere demokratischen Werte lautstark und vehement verteidigen, werden neue Machtstrukturen unsere Gesellschaft -entdemokratisieren.
Die Zeichen einer politischen und gesellschaftlichen Veränderungen sind jetzt schon unübersehbar. Wir brauchen eine Gegenrevolution, wenn wir die Gegner einer humanistischen und europafreundlichen Gesellschaft aufhalten wollen.
Den eine in sich zornige und unsichere Gesellschaft, die Aufbegehrt, braucht nur einen Leitwolf den sie blind und kritiklos folgt. Dafür brauchen wir keinen neuen Diktator, es reicht eine solidarische Gemeinschaft in der man seinen Unmut versteht und zum Ausdruck bringen kann. Pegida ist eine Gemeinschaft gleichgesinnter die ihre soziale und politische Wut durch Protest zum Ausdruck bringen. Spätesten hier muss die Politik erkennen, dass der Bürger neue Antworten braucht die er versteht und die für ihn glaubwürdig sind.
Die AfD als ambitionierte Protestpartei füllt dieses Vakuum, mit Verschwörungsbotschaften und Hassparolen, aus. Sie setzt einen toxischen Angriff auf unseren etablierten Parteien die unsere Gesellschaft und unsere Demokratie zerreißen kann
Eine Partei die Antieuropäisch, Antiislamisch und eine Anti Emigration – Politik betreibt ist eine Anti-Partei die keine demokratische Inhalte erkennen lässt.

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Wichtig ist ein System der verschobenen Machtstrukturen so zu verändern, dass sie wieder der gesamten Gesellschaft zu Gute kommt, ohne das wir unsere demokratischen Werte dabei aufs Spiel setzen.
Man kann die Globalisierung nicht stoppen aber steuern.
Sei es durch Volksentscheide, gerechte Lohn- und Steuersysteme oder durch die Transparenz und
Kontrolle der Finanz- und Wirtschaftssysteme.



Wir leben nicht nur in einer post - faktischen, sondern auch in einer alternativ - faktischen Welt. Zu jeder Wahrheit gehören immer mehr Alternativwahrheiten bzw. Gegenwahrheiten bis alles Lüge ist.
Ob der amerikanische Präsident Tramp mit seinen „Neuen Wahrheiten“ der seinen Nazismus über Twitter auslebt und jeden Widersacher als Lügner abstraft, oder die europäischen rechtspopulistischen Parteien wie zum Beispiel AfD, Le Pen oder Geert Wilders als Chef der „Partei für die Freiheit“, in immer neuen Verschwörungstheorien und Alternativ-Wahrheiten als Rechtfertigungsgrund für ihren Machtanspruch missbrauchen. Demokratische Werte sind dabei keine wirklichen Optionen. Die Macht gehört nicht dem Volke sondern den Populisten mit ihren einfachen Antworten auf die komplizierten Zusammenhänge in einer modernen Gesellschaft, wobei sie uns eine neue Welt der Gleichheit und Gerechtigkeit vorgaukeln.
Es ist eine politischer Umbruch der nicht mit Gewalt sondern durch Fehleinschätzungen geprägt ist. Eine populistische Revolution die dabei ist uns zu überrollen bevor wir sie wahrnehmen.
Doch es scheint so, als wenn wir uns mitreisen lassen in den Strudel der digitalen Halbwahrheiten, dabei merken wir nicht, dass wir jeden Tag ein Stück mehr an Freiheit und Gleichheit verlieren. Sind wir zu ängstlich, zu schwach, oder zu naiv, dass wir nicht aufstehen um uns zur Wehr zusetzen.
Wer sich selbst nichts zutraut, vertraut auf andere und wird somit zum Diner des Vertrauten.


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Es ist eine mediale Katastrophe, dass die Hetzer, Rechten und Nationalisten soviel Presse bekommen und es verunsichert unsere Gesellschaft, dass die Politik auf diesen Haufen eingeht ohne das sie wirklich etwas ändert . Dabei wäre es viel wichtiger demokratische Werte und deren Bürger die sie vertreten ihre Aufmerksamkeit zu widmen.
Wenn wir weiter zusehen und darauf hoffen, dass der Mob und dessen Hasstheorien wie ein Strohfeuer erlischt, der setzt unser Grundrechte auf frei Entfaltung und körperlicher Unversehrtheit aufs Spiel.
Müssen wir uns als deutscher Bürger dafür entschuldigen, das wir Menschen in Not helfen und 128 Tage ein Lichtblick für Europa waren?
Italien wählt den Ministerpräsidenten Renzi ab und stürzt sich in ein tiefes Loch. Das Finanzwesen liegt am Boden da das Land hoch verschuldet ist und die Banken sitzen auf Millionen von faulen Krediten. Die EZB, Europa und am Ende die Steuerzahler werden die Milliarden wieder zahlen müssen
In Frankreich wird eine Wahl von Le Pen zur Ministerpräsidentin immer wahrscheinlicher.
Da die etablierten Parteien in ihren Sumpf der Korruption und Unfähigkeit versinken
Die Partei „Front National“ dagegen, die für den Austritt aus der EU steht, könnte mit Le Pen an der Spitze, die europäische Union den Todesstoß versetzen.
Bulgarien hat einen neuen Präsidenten mit prorussischen Ansichten und widersetzt sich allen
EU Anweisungen wenn es der politischen Auffassung nicht entspricht.
Estland wird demnächst einen Ministerpräsidenten stellen, der einen Kooperationsvertrag mit der Kreml-Partei „Einiges Russland“ hat
Polen untergräbt durch die nationalkonservativen Partei PiS (deutsch: Recht und Gerechtigkeit) und ihrem Chef Jarosław Kaczyński demokratische Strukturen, in dem sie, aus angeblichen Sicherheitsgründen Gesetze erneuert um somit ihre eigene Machtposition und Kontrolle zu stärken.
Es droht der EU mit einer Blockade für gemeinsame Entscheidungen.
Ihr Vorbild ist der diktatorische und nationalistische Führungsstil des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban.
Russland nimmt vielfältigen Einfluss auf die europäische Politik. Zum Beispiel über Trollen im Internet bis hin zu finanziellen Unterstützungen, um EU feindlichen Parteien wie „Front National“ in Frankreich oder AfD in Deutschland zu stärken
Im Fall „Lisa“ wurde im russischen Staatsfernsehen, die erfundene Nachricht verbreitet, dass ein 13 Jahre altes Russland-deutsches Mädchen von einen Araber missbraucht wurde und aus politischen Gründen durch die deutsche Justiz nicht untersucht wurde.
Syrien seit 2011 wurden 500.000 Menschen im Krieg getötet, jeder zweite Syrier wurde vertrieben, Ein Land das traumatisiert ist. Länder wie Russland, Saudi-Arabien, Qatar, Iran, Türkei lieferten u.a. die Waffen. Europa und die Nato schauten zu. 
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Ob Tramp, Urban oder Erdogan, immer mehr westlich verbündete Staatsführer reichen Russland die Hand, sie glauben wohl damit würden sie mehr Sicherheit und Frieden im eigenen Land schaffen. Dabei ist Putins Strategie, durch Propaganda und politische Hetzkampagnen, Unsicherheit und gesellschaftliche Spaltung in den EU - Ländern zu verbreiten. Sein Ziel ist es, dass er sein Macht immer mehr ausbaut bis seine Einflussnahme in den westlichen Staaten einen legitimen Anspruch hat.
Die russische Führung weiß, dass im EU Parlament der Geist der Defensive wohnt und das es ist ein Symptom des Verfalls darstellt.
Die USA mit ihren nazistischen Präsidenten Donald Tramp und seinen Team, leiten eine Politik der Lüge und Fehleinschätzungen ein. Sein rechtsradikalen Berater Stephen Bannon, der die Demokratie in ein „Autokratische Diktatur“ umwandeln will, hat 2013 gesagt, er sei ein Leninist, weil Lenin den Staat zerstören wollte, und das sei auch sein Ziel. Eine weitere Aussage von D. Tramp, warum hat man Atomwaffen wenn man sie nicht benutzt, lässt von beiden Politiker böses ahnen. Schon werden im Pentagon Zehnarien über einen Atomanschlag auf Nordkorea durchgespielt.
Alle Kritiker sowie die kritischen Medien werden von Tramp als Lügner beschimpft und zu persönlichen feinden erklärt.
Tramp ist ein Stresstest für die Demokratie.
Die Demokratie stirbt in der Dunkelheit" hat Jeff Bezos, Besitzer der Washington Post, bei einer Rede im Newsroom im Jahr 2016 gesagt. Würde sich das bewahrheiten steht auch Europa am Abgrund seiner parlamentarischen Geschichte.

Auch in Europa und Deutschland läuft was schief.
Der Terroranschlag am 19.12.16.auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin zeigt bei näherem hinsehen große Sicherheitslücken. Der Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der EU durch das Schengen Abkommen vor gut 20 Jahren sollte für Europa ein Freiraum der Sicherheit und des Rechts sein. Stattdessen ist er zu einem Eldorado für Menschen mit hoher krimineller Energie geworden. So konnte der aus Tunesien illegal eingereiste Anis Amri als krimineller mehrere Jahre in Italien leben, Obwohl er 4 Jahre in mehreren Gefängnissen eingesessen hat, konnte er 2015 unbemerkt durch dir italienischen Behörden, als potentieller Terrorist, ungehindert durch Europa reisen. Mit unterschiedlichen Identitäten (insgesamt 14 ) Taucht er dann in Freiburg und in NRW auf, wo er einen Asylantrag stellt. Auch, als er als „Gefährder“ eingestuft wurde, sahen die Behörden keine gesetzliche Handhabung den Kriminellen in Gewahrsam zu nehmen oder ihn kontrolliert abzuschieben. Es zeigten sich gravierende Schwächen der Justiz auf. Wenn Sicherheitsbehörden innerhalb von Europa und auch Weltweit nicht informell kooperieren können oder wollen oder einfach nicht dürfen. Wenn Datenbanken nicht ausreichen gepflegt und lückenlos genutzt werden, oder Gesetze eine Handhabung bei konkreten Verdachtsmomenten von Gefährden eine Festnahme nicht zulassen, dann muss die Politik das schnellsten ändern, sonst wird der europäische Freiraum zum Schlachtfeld für Terroristen.




Die Terrorismusbekämpfung ist nur eine Schwächer der europäischen Politik, im Grund hat sich Europa in seinen Krisen verschließen, sei es in der Finanzkrise, oder die russische Annektion der Halbinsel Krim, bis zur Flüchtlingskrise, hat die EU nur ihre Unfähigkeit des gemeinschaftlichen Handels unter Beweis gestellt.
In Anbetracht der ungeklärten
Flüchtlingsfrage und den zu erwartenden 10 bis 20 Millionen Flüchtlingen die in den nächsten Jahren von Nordafrika nach Europa wollen, steht der europäischen Gemeinschaft eine Herausforderung bevor, die noch nicht einmal im Ansatz eine gemeinschaftliche Lösung erarbeitet hat. Stattdessen entwickelt der EU-Kommissionspräsident Jean-Cloude Junker 5 Szenarien wie die EU in Zukunft gestaltet werden soll, von einer losen Handels Gruppe bis zu einer allmächtigen Zentrale in Brüssel. Eine Reformierung der EU käme einer Revolution gleich, also nicht in Sicht. Junker lässt somit das Ende offen. Es fehlt der politische - gemeinsame Wille Entscheidungen durchzusetzen. Jeder will zumindest politisch sein eigenes Süppchen kochen. Man spricht schon von ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das würde für viele Mitgliedstaaten einem Brexit gleichkommen und die EU in eine politische Bedeutungslosigkeit stürzen.


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Das Problem:

Staatliches und ökonomisches Handeln wird durch Medien und dem Nutzer von soziale Netze kritisch beleuchtet. Was erst einmal als eine positive News feed erscheint ist häufig eine irreführende Halbwahrheit oder stellt sich als Falschmeldung heraus.
Im Internet kann jeder seine Sicht der Dinge als Wahrheit verbreiten.
Die Trennung zwischen Fakten und Fiktion werden immer schwieriger. Jedes Bild und jede Nachricht kann eine Fälschung sein. Schon die gigantische Masse der Informationen lässt eine sachliche Überprüfung nicht mehr zu.
Gleichzeitig können die Mächtigen von ihren wahren Interessen ablenken, indem sie einen Sündenbock schaffen, mit dem sie in Krieg ziehen können. Geld und Größenwahn finden sich schließlich immer nur beim Gegner. Im Gewand einer Verschwörungstheorie lassen sich Interessen durchsetzen, die sonst nicht mehrheitsfähig wären.
Verschwörung = Vereinfachung
Verschwörungstheorien sind deshalb so beliebt, weil sie für das breite Publikum, den Vergessenen, den Abgehängten zunächst die Möglichkeit der Vereinfachung bieten. Eine hochkomplexe Welt, die sich rasant verändert, in der ganze Staaten Pleite gehen der einzelne Mensch als Zuschauer am Rand des Geschehens steht, wird die Welt in den Kategorien von Gut und Böse wieder begreifbar. Und wo Religion oder Klassenzugehörigkeit ausgedient haben, da kann wenigstens eine einfache Erklärung über Gute und böse Menschen, Halt und Identität geben. Dabei muss es sich gar nicht um eine große Weltverschwörung handeln. Es genügt auch die simple Wahnvorstellung, dass jeder Flüchtling ein gefährdeter Attentäter ist. Verschwörungstheorien haben keine Zweifel sie verbreiten eine unkontrollierte Gewissheit die unsichere Menschen einen Halt geben.
Aber was folgt nun aus all den Analysen? Gibt es Gegenmittel?
Oder ist hier etwas entstanden, das sich gar nicht verhindern ließ?
Wer sagt eigentlich, dass man etwas „dagegen“ tun kann?
Muss man nicht vielmehr auch etwas „dafür“ tun?
Deshalb ergibt sich das Paradox, dass es den Deutschen noch nie so gut ging, sich aber gleichzeitig so viele von ihnen so fremd vorkommen. Ein Anlass dafür ist die Einwanderung, aber der wirkliche Grund ist die Art und Weise, wie diese Einwanderung verordnet und inszeniert wird: als moralisches Naturereignis.
  • Eine Partei, die das erkannt hat, ist die FDP – ja, ausgerechnet die FDP. Christian Lindner führt Wahlkampf gegen eine „vergrünte“ Kanzlerin, die sich dem „Mainstream“ anpasse. Das ist, so Lindner, eine weitere Eliten - und Ideologiekritik, am Rande der rechtspopulistischen Protestparteien.
  • Die Pro-Europa-Bewegung “Pulse of Europa“ ist eine Bürgerinitiative die Sonntag für Sonntag auf die Straße gehen um für ein vereintes, demokratisches Europa zu werben.Es ist noch keine Gegenrevolution , aber eine Stimme für die Demokratie.
  • In vielen Länder der EU wird 2017 gewählt, wir sollten nicht als zorniger Wutbürger zur Wahl gegen sondern als verantwortlicher Demokrat der seine Zukunft selbst in die Hand nimmt.
Eine politische Bewegung bei der auch Politiker deutlich machen könnten, für welche Werte sie steht, wäre eine weiteres Zeichen für eine demokratische (Um)Orientierung.
Die Sprache bestimmt die Politik. Wir alle sollten die Rhetorik des Hasses und der Lügen endlich eine Sprache entgegensetzen die unsere rechtsstaatlichen Werte in den Mittelpunkt stellt.
Eine persönliche Ansicht ist immer ein Produkt der eigenen Sicht und Stellung:
Der Radfahrer hat Angst vor dem Autofahrer, der Autofahrer hat Angst vor dem Radfahrer.
Die Lösung: Kommunikation.


Wir müssen wieder lernen respektvoll miteinander zu reden (auch mit Despoten), sonst werden wir miteinander kämpfen. Arm gegen Reich Ost gegen West und Freund gegen Feind und die Welt tritt aus den Fugen.
Sind 70 Jahre Frieden zu viel oder zu lange für uns?

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Wilfried Louis 06.03,201


wilfriedlouis@t-online.de






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